Normen wirken oft abstrakt – doch wer in Industrie und Bauwesen Verantwortung trägt, weiß: Sie entscheiden über Sicherheit, Zulassung und Vertrauen. Drei Normen sind für Stahl- und Anlagenbauer besonders relevant: EN 1090, ISO 3834 und AD 2000.
EN 1090 – CE-Kennzeichnung für tragende Bauteile
Regelt die Herstellung von Stahl- und Aluminiumbauteilen.
Grundlage für die CE-Kennzeichnung nach der Bauproduktenverordnung.
Gliedert sich in verschiedene Execution Classes (EXC1–EXC4).
Stellt sicher, dass Geometrie, Toleranzen, Schweißprozesse und Prüfungen eingehalten werden.
ISO 3834 – Qualität beim Schweißen
Internationale Norm für Schweißqualitätssicherung.
Definiert:
Qualifikationen von Schweißern und Aufsichtspersonen.
Anforderungen an Schweißverfahrensprüfungen (WPS/WPQR).
Prüfpläne, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation.
Vorteil für Kunden: konstante Qualität, reduzierte Risiken und Sicherheit bei Abnahmen.
AD 2000 – Druckgerätekonformität
Nationales Regelwerk für Druckgeräte.
Ergänzt die europäische Druckgeräterichtlinie (DGRL).
Wichtig für Kesselbau, Chemieanlagen, Kraftwerke.
Stellt sicher, dass Bauteile den höchsten Sicherheitsanforderungen genügen.
Zusammenspiel der Normen
EN 1090 deckt den Bauproduktemarkt ab.
ISO 3834 sichert die Schweißqualität.
AD 2000 garantiert Konformität bei Druckgeräten.
Kundenvorteile:
Rechtssicherheit bei Abnahmen.
Nachweisbare Qualität und Sicherheit.
Zugang zu Märkten, in denen Normkonformität Pflicht ist.
Beispiel: Ein CE-gekennzeichneter Trichter nach EN 1090, geschweißt nach ISO 3834 und dokumentiert nach AD 2000, erfüllt gleichzeitig baurechtliche, schweißtechnische und drucktechnische Anforderungen.

